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1. Eltern-Kind-Lehrgang beim PSV Mainz Drucken
Sonntag, 7. September 2008
(1. Eltern-Kind-Lehrgang des PSV Mainz, 06. September 2008, Mainz)


Am 6. September 2008 veranstaltete der Polizeisportverein Mainz den 1. Eltern-Kind Lehrgang.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Wie verhalte ich mich, wenn Fremde mich ansprechen und eventuell zum Mitgehen auffordern“. Verschiedene Kinder hatten uns Trainer während der Übungsstunden mit dieser Frage konfrontiert. Das nahmen wir sehr ernst. Leider ist das normale Training zur Aufarbeitung des Problems nicht geeignet und deshalb entschlossen wir uns, dies im Rahmen eines Lehrgangs zu tun. Um einen „sicheren Alltag“ zu gewährleisten, ist nicht nur eine einmalige Veranstaltung nötig, sondern es bedarf vor allem - je nach Situation der Familie -allgemeiner Absprachen, deren Einhaltung überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Wir erachteten es als sinnvoll, auch die Eltern mit ins Boot zu nehmen und entsprechend zu informieren. Das Interesse bei Eltern und Grundschulkindern war so groß, dass schon innerhalb einer Woche alle Lehrgangsplätze belegt waren.

Bei der Vorbereitung mussten wir leider feststellen, dass es zu diesem Thema kaum kindgerechte Arbeitsmaterialien gibt. Unsere eigene Kreativität war gefordert, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Das reichte von der Anfertigung von Personenbeschreibungsbögen über die Fahrzeugbeschreibung bis zu interaktiven Rollenspielen. Dabei musste berücksichtigt werden, dass Kinder im Grundschulalter (besonders Erst- und Zweitklässler) Probleme beim Lesen haben.

Zur Unterstützung luden wir fachkundige Partner ein.
Dies waren Herr Fred Zwick – Lehrreferent des Ju-Jutsu-Verbandes Rheinland-Pfalz und Einsatztrainer in der Bereitschaftspolizei Enkenbach.
Sowie Herr PHK Frank Heuckeroth vom Beratungszentrums der Polizei in Mainz, der die Eltern über die Gefahren des Internets (Anbahnung von sexuellem Missbrauch) und über das Vorgehen, wenn Kinder nicht vereinbarungsgemäß nach Hause kommen, informierte. Sein Bericht und die entsprechenden Filmausschnitte über die Dreistigkeit, mit der kriminelle Täter das Internet und Chats nutzen, erzeugte bei allen Eltern große Betroffenheit. Sie waren sich der großen Gefahr nicht bewusst.

Fred Zwick betreute am Vormittag die Eltern. Er vermittelte ihnen in seiner lockeren, entspannten Art einen Einblick in das Thema Selbstbehauptung/Selbstverteidigung. Obwohl viele der Erwachsenen oft beim Kindertraining zusehen, gewannen sie neue Einblicke in unsere Sportart und konnten Kontakte zu anderen Eltern knüpfen.

Die Kinder wurden in der Zwischenzeit von den Trainerinnen Helga und Birgit Schönberger sowie von Charlotte Backerra betreut. Sie wurden von ihren Übungsleiterassistentinnen tatkräftig unterstützt. Das Unterrichtsprogramm der Kinder umfasste viele Bereiche. So wurden neben der Stimme, der Körpersprache, dem Distanzverhalten, SV-Techniken, Einsatz von Alltagsgegenständen auch Personen- und Fahrzeugbeschreibungen geschult, sowie das Verhalten am Telefon, wenn die Eltern nicht zu Hause sind. Am Ende des Tages übten sie die erlernten Verhaltensweisen an verschiedenen Stationen unter möglichst realistischen Bedingungen.

Das Resümee der Teilnehmer war eindeutig: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei der Bereitschaftspolizei, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und allen Helfern.

 

Birgit Schönberger

 

 




 
 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. Dezember 2009 )
 
 
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