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Landeslehrgang mit Wolfgang Heindel |
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Donnerstag, 15. April 2010 |
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(Landeslehrgang, 10./11. April 2010, Ludwigshafen)
Gegentechniken und Weiterführung im Wurfbereich mit Wolfgang Heindel
>Um die 75 Ju-Jutsukas in allen Gürtelfarben trafen sich am 10.April 2010 in Ludwigshafen zu einem großartigen Lehrgang.
Der Referent Wolfgang Heindel, 3. Dan Ju-Jutsu, 2. Dan Judo ist aktiver Wettkämpfer und JJ Weltmeister 2004. Aber nicht nur im Ju-Jutsu Fighting fühlt er sich wohl, auch im Judo, Brazilian Jiu-Jitsu und Grappling bestreitet er erfolgreich Wettkämpfe.
So hatten wir das Vergnügen einen wirklichen Spezialisten im Bereich Gegen- und Weiterführungstechniken im Wurfbereich da zu haben.
Mit pfiffigen, koordinativen Übungen brachte Wolfgang die Leute auf Betriebstemperatur.
In beiden Bereichen, Gegentechniken und Weiterführung, hielt sich Wolfgang zwar im Basicbereich auf. Er gestaltete die Kombinationen allerdings so sinnvoll und abwechslungsreich, dass die Kyugrade nicht überfordert und die Dangrade nicht unterfordert wurden.
Zum Schluß gab es aber doch noch ein paar spezielle Techniken die für den Großteil der Teilnehmer/innen neu und mit viel Spaß trainiert wurden.
Wolfgang vermittelte die Techniken mit seiner ruhigen und sympathischen Art. Bei dem ein oder anderen ist der Knoten zu diesem Thema hörbar geplatzt und es ist bewusst geworden, das Gegentechniken und Weiterführung kein lästiges Fach im Prüfungsprogramm ist, sondern das wichtige Zusammenspiel zwischen dem eigenen Können und der sich ständig ändernden Situation, die es zu spüren und dann zu nutzen gilt.
-Birgit Schlemper-
Die Frage, ob man den Samstagnachmittag bei herrlichem Frühlingswetter in Ludwigshafen bei einem Lehrgang verbringen sollte, stellte sich nicht ernsthaft. Wolfgang Heindl, der schon im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz zu Gast war, ist ein Topreferent, der aus seinem reichen Erfahrungsschatz als Wettkämpfer schöpfen kann.
Das zeigte sich schon beim Aufwärmen. Er bliebt nicht in eingefahrenen Strukturen, sondern setzte gezielt durch Variationen neue Reize. Ein gutes Beispiel für diese Methode war das Reaktionsspiel „Schnick, Schnack, Schnuck – Stein, Papier, Schere“. Nach Ansage musste der Verlierer den Gewinner bzw. der Gewinner den Verlierer verfolgen und fangen. Das erwies sich als außerordentlich schwierig, da in allen Köpfen feststeht, dass der Gewinner den Verlierer verfolgen darf. Auch Wolfgangs Fallschule folgte diesem Schema. Alle Lehrgangsteilnehmer rollten um alle Körperachsen (vorwärts, rückwärts, seitlich, mit und ohne Partner). Diese Ideen lassen sich auch im eigenen Dojo gut umsetzten.
Schnell kam Wolfgang zum Thema des Lehrgangs:
Gegentechniken und Weiterführung von Wurftechniken
Für ihn ist das Ziel dieser Prüfungsfächer Zeit zu gewinnen und Möglichkeiten finden, angemessen auf das Verhalten des Partners zu reagieren. Besonders wichtig war, dass der Werfer ernsthaft versuchte seine Technik durchzubringen. Nur wenn die Zugkraft des Wurfes und die Kraft der Gegentechnik gleichgroß waren, entstand für kurze Zeit eine Pattsituation, die für eine geeignete Folgetechnik genutzt werden konnte. Je nach Erfahrung und Kenntnisstand konnte diese Zeitspanne kürzer oder länger sein. Anfänger sollten auf keinen Fall überfordert werden. Wolfgang empfahl allen Prüflingen, sich auf einfache und sicher beherrschte Techniken zu verlassen.
Dieser theoretische Hintergrund wurde anschaulich in die Praxis umgesetzt. Alle Teilnehmer konnten die Prinzipien an den Würfen nach vorne, den Würfen nach hinten und den Selbstfallwürfen anwenden.
Es war ein wunderschöner, gelungener Lehrgang. Der ESV-Ludwigshafen, der die Ausrichtung übernommen hatte, sorgte mit Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl der Teilnehmer. Alle fühlten sich sichtlich wohl. Vielen Dank an Referent, Ausrichter und Veranstalter.
-Birgit Schönberger-
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 17. April 2010 )
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